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Tanzboden und Stadl | Landesfachschule Pyhra (A) | EU-weit offener Wettbewerb | 2008 | 2. Preis

ab 2. Stufe in Arbeitsgemeinschaft mit C. Aulinger, Wien
Team: J. Adolphi, J. Boderke, I. Önen, D. Smilga



Die alte Landschule und ihr neuer Stadl.

Ort
Das parkartige Grundstück und die umgebende hügelige Landschaft schaffen ein sehr reizvolles ländliches Ambiente für die Schule. Ausgangspunkt des Projekts ist es, die Qualitäten und Potentiale des Ortes zu unterstützen und mit einer reduzierten, aber subtilen Antwort zu entgegnen.

Konzept
Der Um- und Zubau geht respektvoll mit dem Bestand um, in dem auf kosmetische Eingriffe verzichtet wird. Es wird ein städtebauliches Kleinensemble aus bestehenden und neuen Bauteilen geschaffen.
Die nördlich an den Bestand angrenzende Topographie wird ausgenutzt, in dem ein Sockel andockt und sich strassenseitig in den Hang schiebt. Dieser Sockel ist Basis für die neue Mehrzweckhalle, den Stadl. Das Dach des Sockels, der Tanzboden, ist Vorplatz, Scholhof, Zugang zur Mehrzweckhalle und Terrasse mit Ausblick auf die Landschaft.
Altbau, Stadl und Tanzboden sind die drei wesentlichen städtebaulichen Elemente des Entwurfes.

Architektur
"Stadl" - Der Mehrzwecksaal ist sowohl statisch-konstruktiv als auch fassadentechnisch eine reine Holz-Konstruktion. Der Baukörper ist formal eine reduzierte, möglichst neutrale kubische Hülle. Mittels in wechselnden Rhythmen montierter Holzverkleidungen, Lichtbändern und aufklappbaren Fassadenteilen wird aber ein differenziertes äusseres Erscheinungsbild erreicht, das sich auch - je nach Nutzung verändern kann.
So erscheint der Stadl bei seinen "introvertierten" Nutzungen (zB. schulischer Turnunterricht) anders als bei den "extrovertierten" Nutzungen (zB. Gemeindefeste), da sich Elemente der unteren Fassadenzone mit einem einfachen Mechanismus hochklappen lassen, die Fassade durchlässig machen und auch ein Vordach für den Eingangsbereich und die gartenseitige Übergänge zwischen Innenraum und Aussenraum fliessend.

Tanzboden und Sockel - Der Sockel beinhaltet sämtliche untergeordnete Funktionsflächen (Umkleiden, WC, Lager, Technikäume), die versorgenden Funktionsflächen (Küchen, Essensausgabe) und den neuen Speisesaal, der sich über seine gesamte Länge zum Garten hin öffnet.

Altbau - Die äussere Erscheinung des bestehenden Gebäudes wird nicht verändert. Es wird lediglich die Aussenhaut mittels Vollwärmeschutz, neuem Dachaufbau und Fenstertausch thermisch saniert und auf einen zeitgemässen Standard gebracht (Niedrigenergiestandard). Im Inneren werden die rämlichen Potentiale des Altbau ausgenutzt und mit geringen Eingriffen in die statische Struktur umgesetzt.



Lageplan