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Swimscape Sploterplas | Amsterdam (NL) | 1998

KONDITIONEN - Amsterdam erfährt durch den Autobahnring eine Grenze von Dichte und Urbanität. Ein zweiter Ring, der Grüngürtel, ist die natürliche Grenze der Stadt. Das Gebiet am Sloterplas (Slotervaart, Geuzen und Osdorp) befindet sich zwischen diesen beiden Ringen. Man hat das Gefühl, dass es unbekannt in der Stadt ist. Kaum gibt es die Möglichkeit dorthin zu gelangen. Andere vergleichbare Orte wie das Nieuwe Meer werden viel stärker als Naherholungsgebiete genutzt.
Die städtebauliche Situation ist auf die Konzeption von van Esteren aus den 30er Jahren zurückzuführen. Diese beinhaltet die Verbindung der drei Wohngebiete über eine grüne Mitte bzw. den See Sloterplas. Diese grüne Mitte ist Bestandteil des Landschaftszugs, der sich von aussen in die Stadt stülpt und sich mit ihr verzahnt.
Welche Eingriffe und Attraktoren sind erforderlich, die grüne Mitte mit der Stadt zu verzahnen?

INTERVENTIONEN - Die Integration der Landschaft in die Stadt ist gewährleistet durch das klare Ausbilden resp. das Verbessern von bestehenden Verknüpfungen.
z. B. CityLoop: es entwickelt sich aus der Stadt ein Promenierweg durch die städtischen Grünanlagen und legt sich schliesslich als Loop um den See. Sein Erscheinungsbild passt sich den Gegebenheiten an, ändert sich und ist angereichert durch urbane Attraktoren wie den Swimscape.
Die Stadt erreicht den See, in dem sich das Viertel Slotervaart auf dem bestehenden Muster nachverdichtet.
Dazu muss das Erschliessungsmuster zu einem hierarchielosen Prinzip vervollständigt werden.

SWIMSCAPE ist eine Brücke zwischen Stadt und Landschaft. Es ist auf einer Ebene eine Brücke des CityLoops und auf einer andere Ebene verknüpft es die angrenzenden Wohngebiete. Beide Ebenen sind über Rampen und Treppen miteinander verbunden. Man erreicht die Funktionen ptoblemlos beim flanieren.
Zwischen den beiden Ebenen spannt sich der Raum für die drei Schwimmbäder (Sport, Spass und Thermal) auf, die en passant besucht werden können.
Die Bäder sind so organisiert, dass jedes für sich unabhängig funktioniert. Räumliche Schwellen wie Milchbar und Ruheraum bilden Gelenke zwischen den Funktionseinheiten.
Das Spassbad, im Zentrum der Brücke entwickelt sich entlang eines Mäanders vertikal nach unten. Den Abschluss bildet die Rampe des Wellenbades, auf der man aussen bis zur Wasseroberfläche des Sees gelangt.

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Lokale Anbindung
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Blick Südwest
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Lage in der Stadt
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Blick Nordwest
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Isometrie
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Längsschnitt
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Querschnitt Spassbad
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Querschnitt Spassbad
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Blick Nordost